Was erwartet mich bei der ersten Behandlung?

 

Eine Erstbehandlung umfaßt ein Vorgespräch, eine sorgfältige körperliche Untersuchung und eine kurze erste  Behandlung .

 

Im Anamnesegepräch geht es um

  • den Grund für Ihren Besuch
  • Begleitumstände der Beschwerden  (was bessert/ was verschlechtert, strahlt der Schmerz aus...)
  • Vorerkrankungen
  • Unfälle und Operationen
  • Arbeitsbedingungen ( sitzende Tätigkeit, Pflege von Familienangehörigen o.ä.)

Dabei wird über mögliche Gegenanzeigen oder weitergehende Untersuchungen gesprochen, die notwendig sein könnten.

Wenn Sie Unterlagen über vorangegangene Untersuchungen oder Operationen besitzen, z.B. Röntgenbilder, bitte ich Sie, diese zur Erstbehandlung mitzubringen.

 

Eltern mit Säuglingen und Kindern bringen bitte den Mutterpass und das gelbe Untersuchungsheft mit.

 

Die körperliche Untersuchung macht es in der Regel notwendig, daß Sie sich bis auf die Unterwäsche entkleiden- wenigstens für einige Minuten. Anschließend können Sie  lockere Kleidungsstücke wieder anziehen.

Die Untersuchung erfolgt im Stehen, Sitzen und Liegen, vorausgesetzt natürlich, daß Sie diese Positionen einnehmen können.

Ich verschaffe mir einen Überblick über Haltung, verschiedene Gelenke und Organsysteme, werde also z.B. bei Rückenschmerzen immer auch Becken, Hüftgelenk , Bauchorgane, Beine und Kopfgelenke ( Halswirbelsäule, Atlas, Schädel) untersuchen.

Anschließend oder auch während der Untersuchung behandle ich diejenigen Strukturen, die mir auffällig erscheinen.

Das weitere Vorgehen wird dann besprochen.

Normalerweise wird der Folgetermin frühestens 2 Wochen nach der Erstbehandlung stattfinden, damit der Körper auf die Behandlung reagieren kann. Bei akuten Beschwerden können Termine in kürzeren Abständen sinnvoll sein.

 

  

Unmittelbar nach der Behandlung sollten Sie erst einmal keine schwere körperliche Arbeit aufnehmen, damit der Körper die Impulse verarbeiten kann.

Unter schwerer körperlicher Arbeit verstehe ich auch Sportstudio, Gartenarbeit, Holzhacken oder ähnliches, selbst wenn Sie sich dabei gut entspannen können    ( auch den Großeinkauf von Getränkekisten unternehmen Sie bitte erst nach einigen Tagen, selbst wenn Rücken  oder Schulter nicht mehr  schmerzen....).

Am besten gehen Sie erst einmal eine Weile spazieren und sorgen dafür, daß Sie genug Wasser trinken können.

Müdigkeit wenige Stunden nach der Behandlung oder muskelkaterähnliche Beschwerden an den  darauffolgenden Tagen sind möglich, selbst wenn Ihnen der Behandlungsverlauf unspektakulär erschien ( manche Techniken erinnern an Handauflegen, wirken aber durchaus in tieferen Gewebsschichten).

         

                                      

Grenzen der Osteopathie  

 

Infektionskrankheiten, medizinische Notfälle, Knochenbrüche  und schwere Erkrankungen wie z.B. Tumorerkrankungen müssen von Ihrer Ärztin/ Ihrem Arzt untersucht und behandelt werden.

Strukturelle Schäden wie z.B. arthrotische Veränderungen oder Kreuzbandrisse können selbstverständlich nicht rückgangig gemacht werden.

Eine osteopathische Behandlung kann aber in vielen Fällen begleitend zur Schmerzreduktion sinnvoll sein.